Dankenswerterweise haben mich nicht allzu viele mit dem Lied „überrascht“, aber gratuliert haben mir viele von euch auf die eine oder andere Weise und dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich trotz der mittlerweile langjährigen Abwesenheit noch nicht völlig in Vergessenheit geraten bin.

Ja, mir geht es gut und ich wurde befördert!

Das Originalfoto oben hat eine treue Leserin in ihrem Archiv gefunden. Ich wollte es ja noch nicht öffentlich machen, aber mein bulgarischer Adelstitel ist anerkannt worden und hat sich wohl herumgesprochen.😇


Zur Zeit sitze ich allerdings leidend in meinem Fernsehsessel und höre entspannende Lounge-Musik, denn mein Auge hat sich wieder gemeldet 🤬, glücklicherweise erst gestern Mittag während der Rückfahrt, so dass Karin den letzten Rest fahren musste. Da sie ungefähr gleichzeitig begann, über Magenprobleme zu klagen, haben wir zu Hause gemeinsam weiter gelitten und die für heute geplante Massageeinheit abgesagt. Ihrem Magen geht es besser, meinem Auge nur graduell. Glücklicherweise hatten wir aber an meinem Geburtstag gute Laune pur.

Karins unübersehbarer Geburtstagsgruß!

Jetzt ist der Drucker leer. 😂

Am Morgen schüttete es ganz gewaltig, und wie sich später herausstellte, stand Warna zu Teilen böse unter Wasser. Wir sind in einer Regenpause losgefahren und hatten dann auch weiterhin nur verhangenen Himmel und hier und da Tropfen bis leichteren Regen, insgesamt dreieinhalb Stunden gutes Fahren.

Die Strecke, die wir in Warna zur Autobahn fuhren, war trotz des Regens uneingeschränkt befahrbar, so dass wir erst aus den Nachrichten von den schlimmen Zuständen in manchen Stadtteilen erfahren haben (und an der Küste bis weit nach Rumänien). Unwissenheit hilft manchmal, wir hatten also keinerlei Probleme, uns auf den Abend im Weingut zu freuen.

Hinten links könnt ihr die Donau erkennen.

Man sieht ja schon auf diesem Foto aus unserem Zimmer, wie groß das Gelände ist. Auf der anderen Seite des Gebäudes befindet sich dann noch ein sog. Event-Center und verschiedene Anbauten mit Zimmern. Die nächstgrößere Stadt ist nur 20 km entfernt und offensichtlich werden hier häufig Hochzeiten und Ähnliches gefeiert. Tatsächlich kann ich das nur empfehlen – falls ihr mal in der Gegend seid und heiraten wollt!😂

Auf Karins Nachfrage wurde uns bestätigt, dass wir die einzigen Gäste seien, so dass wir im Restaurant die freie Platzwahl hatten. 😎

Das nenne ich mal Luxus, wie ihn sonst nur Millionäre haben: Ein ganzes Restaurant, ein Kellner, eine Köchin – nur für uns! 🤑🤑🤑

Wenn ich jetzt noch dazu schreibe, dass vor unserer Tür seit kurzem ein neuer Defender steht, dann braucht ihr nur 1,2 und drei zusammen zu rechnen – und kommt auf das falsche Ergebnis! 🤪

Kirils Ersatzfahrzeug, während er auf einen bestellten Lexus wartet

Wie ich letztes Mal ja schon geschrieben habe, hatten wir ein Fünfgängemenü mit dazu passenden Weinen gebucht – glücklicherweise zu Nicht-Millionär-Preisen😇.


Das Menü

Erster Gang: Weißer Muskat Ottoanel (ich glaube, Muskat ist immer weiß?!) von 2023, frischer Salat mit Schimmelkäse und Walnussstückchen.

Zweiter Gang: Roséwein Classic 2022 und gebackener Ziegenkäse auf gegrilltem Gemüse.

Dritter Gang: Merlot Artistic 2018 und Hähnchenbrust mit Trüffelsoße.

Im vierten Gang gab es keinen frischen Wein mehr, nur so altes Zeug: Cabernet Sauvignion World Class von 2012 und Schweinefilet mit irgendwas Leckerem drumrum auf Brokkolipüree.

Zum Nachtisch gab es einen roten Cuvée World Class von 2013 und warmes Schokoladensouflé.

Alles in allem ein wunderbares Erlebnis, das Essen war toll und die Weine passten hervorragend. Satt waren wir auch, was für Menschen, die jahrelang im Ruhrgebiet von Currywurst-Pommes und Döner gelebt haben, nicht unwesentlich ist!😂

Falls ihr jetzt fragt, ob wir dort etwas Wein gekauft haben, die Antwort ist nein.

Kennt ihr das? Wenn man etwas sieht, hört, anfasst oder probiert, kann man mit etwas Erfahrung sehr gut erkennen, ob es hochwertig ist, aber bei der Frage, ob man das eigene Geld dafür ausgeben will, stellt man fest, dass es doch einen Ticken neben dem eigenen Geschmack liegt.

Wenn wir beim Lidl einen Angebotswein für 3.4 oder gar fünf(!) Euro kaufen, dann darf der Schwächen haben, aber wenn ich gezielt beim Winzer etwas erwerbe, sollte es auf den Punkt sein. Da interessiert uns auch keine Goldmedaille.

Angesichts der tollen Anlage (und des Pools) hat Karin allerdings schon angemeldet, ihren Geburtstag ebenfalls hier verbringen zu wollen. Kann ich gut mit leben, spart mir das langwierige Suchen nach einem schönen Geschenk. 😎

Gerade kommt mir der Gedanke, daraus eine dauerhafte Einrichtung zu machen.😎 Aber wie ich uns kenne – wird es das eher nicht.

Unabhängig voneinander kamen wir beide auf die Idee, dann nicht noch einmal das Menü zu wählen, sondern stattdessen Gerichte von der Speisekarte zu nehmen und dazu ein, zwei leckere Flaschen Wein zu bestellen. Klingt doch nach einem Plan, nicht wahr?

Unser persönlicher Kellner und Sommelier.

Normalerweise wird in diesem Hotel das Frühstück als Buffet angeboten, aber da wir die einzigen Gäste waren, gab es einen großzügigen Teller mit bulgarischem Frühstücksangebot für jeden, in der Mitte ist übrigens hauseigene Traubenmarmelade.

Es wäre nicht Bulgarien, wenn nicht trotzdem etwas nicht funktioniert hätte (die dreimal „nicht“ waren Absicht)! Der Kaffeevollautomat bot sechs verschiedene Variationen an, aber aus allen (selbst „Kakao“) kam nur Espresso. 😂😂😂


Der Gemüsegarten

Die riesige Ananas im Kinozimmer scheint sich ganz gut zu schlagen, keine braunen Blätter oder Ähnliches.

In den Schnittlauchtöpfchen wachsen immer noch Halme, auch wenn Karin darüber lacht! Wahrscheinlich werde ich sie demnächst umtopfen und dann (Jochen, du wirst schuld sein, wenn sie sterben!) nach draußen stellen und sie dem Frost aussetzen.

Jetzt kommt aber was Neues: Ich hatte im Sommer während unseres Ausflugs in den botanischen Garten (der Universität Sofia in Warna) ein Töpfchen mit vorgezogenen Peperonipflanzen gekauft. Da denkt man doch an Qualitätsware?! Den ganzen Sommer über sind gefühlt allerdings nicht einmal zehn Blätter dazugekommen, geschweige denn Schoten, aber kurz vor dem Mülleimer geschah dann doch das hier:

Weil an der Pflanze so lange kein Ergebnis zu sehen war, hatte ich vom Wühltisch noch ein Tütchen Samen (viel zu spät) nachgekauft, eingesät und sicherheitshalber gar nicht erst draußen, sondern direkt auf der Fensterbank platziert. Zuerst ist es nur gewachsen, aber dann plötzlich vor ein paar Tagen:



Zeichen und Wunder! Ich war gerade kurz draußen, unseren Müll zur Straße bringen, weil ich wieder genug sehen kann, und als ich zurückkomme, fällt mein Blick auf die Fensterbank:

Jetzt reichen die Vorräte mindestens fünf Jahre!



Da Reformationstag und Halloween vorbei sind, könnt ihr jetzt die Süßigkeiten für St. Martin einkaufen.

Profi-Tipp: Kauft nur Sachen, die ihr selber mögt, lasst rund um den 11. Dezember alle Lichter zur Straße aus (man weiß ja nie, wann die Blagen kommen) und esst dann -heftig bedauernd- alles, was nicht abgeholt wurde.😎

Noch besser: Ich schicke euch meine Liste mit Lieblings… ach, vergesst es.

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