So schnell kann’s gehen. Von Dienstag bis Sonntag hat es gedauert – Jana (die jüngere Tochter aus Duisburg) war mit ihren beiden Kindern zu Besuch. Nicht bei uns, das wäre nicht gegangen, sondern in einem Hotel am Stadtrand von Warna. Die Lage bot einen grandiosen Blick aufs Meer, es gab einen großen Pool und ein angeschlossenes Restaurant mit rudimentärer Speisekarte. Die Straße dorthin war „bulgarisch“, also seit dem Bau ein unveränderter Rumpelweg. Das Gebäude andererseits war großartig geplant, aber überall von mangelnder Wartung und Pflege gezeichnet. Dafür war es billig (auch ziemlich sauber) und erfüllte somit voll und ganz seinen Zweck.



Für uns bedeutete das einige Fahrerei, aber da Karin ja weiterhin an Krücken geht, muss ich sowieso gucken, dass ich überall mit dem Auto bis ganz nah ran fahren kann und ob es dann ein paar Meter mehr oder weniger sind…



Natürlich haben wir alles gemacht, was man in ein paar Tagen Urlaub am Meer so macht: Also nach der Ankunft ausgepackt und erstmal ans Meer.





Am nächsten Vormittag habe ich die Frauen zum Strand gefahren und die Enkel mit ins Shoppingparadies genommen. Etwas Taschengeld zum Verjuxen gab es auch und dann musste nur noch ausgewählt werden.



Und nein, keine Beschwerden von mir über die Dauer – das Herumtrödeln war nämlich mein Plan zur Entlastung von Mutter und Oma. Ich hatte ja auch nicht wirklich viel zu tun, außer etwas „Hofaufsicht“. Insgesamt waren die beiden super konzentriert und haben genauer als von mir gedacht auf ihr Budget geachtet. Tessa hat sich letztendlich für vielerlei Kleinigkeiten entschieden, während Alexander genau 1(!) ferngesteuertes Auto gekauft hat. Nach sehr langer Überlegung wurde es weder das größte noch das teuerstmögliche, stattdessen ein Auto, dass laut Beschreibung an der Wand und der Decke fahren können sollte.
Ich war ziemlich erstaunt, dass das wirklich geklappt hat. 👍
Abends war Perseiden-Höhepunkt und Tessa wollte mit Opa nach Sternschnuppen gucken. Wer unseren Blog liest, weiß um meine vergeblichen Benühungen, so auch dieses Mal. Irgendwann habe ich das Kind zurückgebracht und weil der dunkle Beobachtungspunkt wieder auf meinem Weg lag, bin ich nochmal hin. Warten – warten – warten – hussa: 1!
Danach kam solange nichts, dass ich nach Hause gefahren bin.
Aber mit einer neuen Idee: Letzten Winter hatte ich für die Leoniden, bzw. Geminiden die laut Astronomie-App lichtärmsten Gegenden Bulgariens ausgemacht und dort jeweils nach Hotels gesucht. In einem davon werde ich mich/uns nächsten Sommer einquartieren! Liegestuhl, Mückenschutz, Getränke, evtl. etwas Musik und dann… 💫💫💫
Neben Strand und Pool gab es auch den obligatorischen Besuch im Meeresgarten und dabei ging es natürlich auch zum Tivoli. Irgendwann hatten wir alles abgefahren und sind frohgemut aber matt zurück.
Besuch im Tivoli von Warna 2026
https://youtu.be/3S5jcGUhJnw
Donnerstag und Freitag wurde es plötzlich stürmisch und das Baden war mit roten Flaggen untersagt- aber wir kennen uns ja aus. Also ab nach Sv. Sv. Konstantin i Elena zum geschützen Kinderstrand. Für Karin war das blöd, weil ich dort irrtümlich (ja, ich kann auch irren!) einen Aufzug erinnerte. Den müssen die letztens abgebaut haben. 🤪 So wurde der Weg außen rum arg lang, sie hat es aber geschafft.




Auf der anderen Seite, getrennt durch die Strandbar, war die Windseite mit ordentlich Wellen. Nach kurzer Ermahnung durch die Bademeister durften die Kinder unter meiner Aufsicht in den Wellen toben und haben das sehr genossen. Hätte ich so nicht vermutet. 😎
Karin hatte dann freitags einen weiteren Termin mit Röntgen und Arztbesuch. Er war sehr zufrieden und hat die vom Hausarzt angedrohten 3 Monate mit Krücken auf einen verkürzt. 🍾🥂
Tja, Samstag war immer noch übler Wind, aber diesmal ging es wieder zum Stadtstrand, denn dort gibt es auch eine Stelle mit zwei Seiten, von denen eine immer geschützt ist. Außerdem sind für Karin Toiletten und für uns alle Futterstellen nahebei.




Versprochen ist versprochen – alle wollten in diesem Urlaub mit Opa angeln gehen. Da Sonntagmorgen der Abflug bevorstand, musste das auf den letzten Drücker am Vorabend erledigt werden. Ich habe alles Angelzeug hervorgeholt und los ging’s zum kleinen Fischerhafen, halb windgeschützt und mit einer schönen Kaimauer. Falls Langeweile aufkommen würde, gibt es dort auch immer Katzen/Hunde. Auch hier war ich sehr angenehm überrascht, denn die Kleinen haben nicht nur das Auswerfen mit der Angel hinbekommen, sondern sind auch trotz völliger Erfolglosigkeit (meine Gene!) ganz lange dabei geblieben. Mama musste dann irgendwann zum Aufbruch blasen.
Angeln mit Enkeln im Schwarzen Meer
https://youtu.be/aiJerMrJBmE
Tja, am nächsten Morgen war dann schon wieder Schluss. Angeblich wird es ab Montag in Deutschland regnerisch und kühl – die armen Kinder. Hier wurde es wieder besser, aber wir beiden Zurückgebliebenen hatten erstmal nichts davon, denn den Rest des Sonntags waren wir völlig im Eimer. 🥱
Ich war zusätzlich etwas nervös, denn unser Gastankaustausch will nicht so recht voran kommen. Letzte Woche hatte ich zweimal kurz mit Teo (der uns so toll bei den Karosserieschäden geholfen hatte) telefoniert, weil er jemanden kennt… Außerdem würde er uns helfen, die nötigen Papiere nach dem Einbau zu bekommen.
Doch ausgerechnet jetzt haben wir Zeitprobleme, weil alle unsere Besucher auf unser Auto gezählt haben, denn als ihre Reisen geplant wurden, war der Gastankaustausch noch nicht terminiert. Und nächste Woche kommen schon Iris und Rolf, ebenfalls mit der Zusage, dass wir und unser Auto zur Verfügung stehen.
Das wäre ja auch alles nicht weiter problematisch, wenn nicht überraschend und erfreulicherweise mein Motorrad fertig geworden wäre und vor dem Herbst aus Albanien geholt werden sollte. Und dann ist auch schon der Auto-TÜV fällig, für den der Gastank in Ordnung sein muss!
Von wegen geruhsames Rentnerleben. 😎
In die Lücken muss auch noch das seit dem Frühjahr geplante Essen mit allen ehemaligen Mitmietern eingepasst werden. Aber immer war irgendwer unterwegs (meistens wir 😇), so dass wir es erst jetzt…
Aber wann Teo welche Termine vorschlägt, konnte ich nicht wissen, also auch keinem Termin zustimmen – bis heute Mittag!
Laut Teo: Morgen geht’s zur Werkstatt zum Ausmessen und freitags ist wahrscheinlich der Einbau. Also können wir alle Mittwoch, wie angedacht, ein (für uns) neues Restaurant besuchen.
Aber kann meine Hinketrine da gut zur Toilette? Gibt es hundert Stufen am Eingang?
Da hilft alles nichts, ich muss nachgucken fahren. 😇 Ein großes belgisches Weizenbier später wusste ich, auch das klappt mal wieder nicht wie gewünscht: Der Laden ist so beliebt, dass es erst nächsten Montag wieder freie Tische gibt. Also mit dem Bier in der Hand und dem iPhone am Ohr die Gruppe im Chat zusammengetrommelt und einen neuen Termin geklärt.





Dieses Mal gibt es auch wieder zum Schluss etwas zum Schmunzeln. Genießt es, wer weiß, wann ich wieder was zu Berichten habe.












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