Nanana, wer hat denn da so schlampig übersetzt? Natürlich bedeutet „Breaking News“ nichts anderes als „brechende Neuigkeiten“. 😂

Aber ich wollte die geneigten Leser allmählich mit der neuesten Diagnose, betreffend meine ausgerutschte Gattin, vertraut machen.

Nachdem eine Woche vergangen war, gingen ihr die Schmerzmittel aus und so bin ich zum Hausarzt – der natürlich geschlossen hatte. Ein Tag vormittags, der nächste nachmittags, so ist das bei ihm.

Also am nächsten Tag hin und er fragt, wo Karin ist. Wo wohl? Zuhause!

Ob ich dann wenigstens den Arztbericht hätte. Hä? Wir haben doch den Termin nach der Begutachtung durch ihn abgeblasen!? Nun, nach einigem hin und her haben wir uns auf „Missverständnis“ geeinigt und ich wurde mit der Aufgabe entlassen, zügig einen Röntgentermin und eine Vorstellung beim Orthopäden zu organisieren.

Ich habe ja hier im Blog schon häufiger das Loblied auf die hiesige medizinische Versorgung gesungen: Ein Anruf und beide Termine aufeinanderfolgend am nächsten Tag (Freitag).

Wer es sieht, sieht es…

Rechts von der Gelenkkugel des Oberschenkelhalsknochens sieht man den Bruch im sog. Schambein. Ziemlich doof, aber trotzdem eine „bessere“ schlechte Nachricht. Der Bruch ist nicht verschoben, weswegen keine OP nötig ist. 6-8 Wochen Schonung und vorsichtig mit Krücken laufen war dann doch weniger schlimm als befürchtet. Nächsten Freitag will er uns wieder sehen, komplett mit Röntgen.

Blöd ist das nicht nur für Karin und ihren Pfleger (mich!), sondern natürlich auch für alle unsere Besucher, wenn Karin jetzt nur eingeschränkt mitmachen kann. Wir gehen aber davon aus, dass ein Teil der Schmerzen beim Aufstehen und Setzen nachlassen wird. Ansonsten müssen wir halt Sachen ohne sie machen, wenn viel zu laufen ist.


Wie zB am Donnerstag, als wir endlich den „Bielefeld“ kennengelernt haben. Die Eltern wollten ihm ein Highlight spendieren und so habe ich die drei (er heißt übrigens Klemens) zur Wakeboardanlage gefahren.

Er hat das echt gut gemacht, aber da ich nicht um Erlaubnis gefragt habe, gibt’s nur ein Bild von ihm aus der Ferne. Ich hatte nämlich Karins neue Kamera mit und konnte etliche gute Momente in Nahaufnahme festhalten.

Hinterher habe ich die drei noch zu uns in die Wohnung mitgenommen, damit Karin wenigstens noch ein paar Worte mit ihnen wechseln konnte.

Nun sind sie wieder in der Heimat und nehmen hoffentlich einen guten Eindruck von Bulgarien (und uns 😇) mit.


Wir waren also Freitag beim Arzt und abends mit Heinz und Eckhardt essen. Wir kennen mittlerweile so viele Lokale, dass wir problemlos eins gefunden haben, wo ich Karin vor der Tür rauslassen kann, es keine Stufen am Eingang gibt und auch die Toilette nicht im Keller ist. Plötzlich muss man an sowas denken. 🤯


Heute wollte ich Karin dann mal wieder in die Sonne bringen. Strand und Meer scheiden immer noch aus, nicht nur weil Wochenende ist, sondern weil entweder der Weg zu weit ist (bei flachem Strand) oder zu steil zum Rein- und Rausgehen, wenn man schwimmtiefes Wasser will.

Also wieder auf den Hügel von letzter Woche. Wieder wunderschön.

Ich bin irgendwann auch etwas durch die Gegend gelaufen und habe euch ein paar Bilder mitgebracht.

Auf dem Rückweg habe ich meine Action- Cam vermisst, denn es gab nicht nur ein paar verwaiste Sonnenblumen samt überwuchertem Denkmal (?), sondern auch eine kilometerweite Fahrt abseits der Hauptstraßen durch Felder, Wälder und Schlaglöcher zu sehen.

Wagemutig. Bekloppt. Traumhaft.

Irgendwann ging es nur noch links zu irgendwas militärisch Gesperrtem und rechts über traurige Reste einer ehemals asphaltierten Straße bergab. Keine Fotos – volle Konzentration. 😎

Raus kamen wir an einem kleinen Slum, wir wussten gar nicht, dass es das hier doch noch gibt. Nicht ganz so primitiv mit Hütten und Verschlägen, sondern mit kleinen Häusern, aber mit der „typischen“ Umgebung. Soll heißen: Müll überall.

Unmittelbar (!) dahinter beginnt „normales“ Wohngebiet (inklusive Mülltonnen), was die Zustände irgendwie schwer verständlich macht.


Wir hatten kein Lust auf Lidl (Karin baut abends spürbar ab), also gab’s Nudeln mit immer mal wieder auf Vorrat gekauftem Pesto. Da haben wir fast so viele von gehortet wie von Fonduesoßen. 😂


Bleibt mir nur noch etwas wirklich Schönes anzufügen: Unser Stief-Urenkelchen wurde 1!

Mit diesen süßen Bildern wünschen wir euch Hals- und Beinbruch für den Sonntag und die kommende Woche.

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