Obwohl ich mit Schrecken festgestellt habe, dass seit letztem Freitag (also der Tag, über den ich berichte) über eine Woche vergangen ist, kommt es mir nicht so vor. Die Bilder sind so einprägsam gewesen, dass ich nur die Augen schließen muss und wahlweise Hochhäuser, Leuchtreklamen oder Menschen sehe.

Es ist nicht so, als ob ich diese Woche nichts gemacht hätte, auch Karin ist nicht untätig geblieben, aber Zeit zum Berichten vom New York Aufenthalt muss sein, bevor etwas anderes Platz findet. 


Wir alle waren abends ziemlich müde ins Bett gegangen und sind morgens nicht so früh rausgekommen, wie eigentlich geplant. Der erste Stopp war nämlich die Aussichtsplattform im Summit-Gebäude, das erfreulicherweise durch die Central Station zu betreten war. Letztere war nämlich auch auf dem Programm, sollte ursprünglich vor der Besichtigung erledigt werden. Nun aber die andere Reihenfolge, denn die Aussichtsplattform musste im Voraus gebucht werden. Anika hatte mir die Wahl überlassen, welchen Hochhaus-Aussichtspunkt wir nehmen sollten und ich hatte vor kurzem gelesen, dass diese eine schöne Aussicht auch auf das Empire State Building bieten würde.

Also, ganz ehrlich, da wurde uns einiges für unser Geld geboten. Abgesehen von der obligatorischen Einlasskontrolle und den Plastiküberschuhen war das Ganze ein reines Vergnügen.

Schon der Aufzug in den 91. Stock war multimedial gestaltet.

Es gibt eigentlich drei Aussichtsplattformen, von denen zwei verglast sind (also innen liegen) und eine in Form einer Dachterrasse gestaltet ist. Nicht nur ein atemberaubender Blick in jede Richtung ist möglich, sondern das Ganze wurde auch als Spiegelzimmer gestaltet, gewöhnungsbedürftig aber toll.

Ein anderer Raum war für große und kleine Spielkinder und wieder ein anderer zeigte eine Wolkenwand ?!?

Erst auf den Fotos, die zum gebuchten Paket gehörten, haben wir verstanden, was da passierte.

Doch nun zum Wesentlichen. Wir hatten wirklich wunderbares Wetter, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen und angenehme, bis warme Temperaturen, da waren gute Fotos nicht schwer zu schießen. Ich zeige euch hier nur eine kleine Auswahl, der Rest ist, wie gesagt, in einem anderen Fotoalbum.

Natürlich gab es auch einen Glasboden-Austritt und wir sind total mutig alle „vor die Tür“ gegangen.

Wir waren vom Gebotenen hemmungslos entzückt und haben uns auf der oberen Terrasse tatsächlich auch noch Drinks gegönnt – am helllichten Vormittag.

Ich glaube, ich kann für alle sprechen, wir hätten es da den ganzen Tag ausgehalten. Dummerweise gab es aber noch einige Sachen auf der „ohne Brad“ Liste und so haben wir uns wieder auf dem Weg nach unten gemacht – direkt hinein in den alten Zentralbahnhof New Yorks. Mit seinem Apple-Store!

Nein, wir haben nichts gekauft… 😢


Danach erst mal wieder U-Bahn fahren, auch diesmal wieder ohne ausgeraubt oder ermordet zu werden! Ausgestiegen sind wir mitten in Chinatown, ebenfalls ein Must-See für jeden New-York-Urlauber

Von dort sollte es laut Karte nicht weit bis zur Brooklyn Bridge sein, also haben wir das zu Fuß in Angriff genommen. Tatsächlich hat es auch soweit gestimmt und wir sind spannenderweise auf dem Weg dahin zwischen den Zentralgebäuden der New Yorker Polizei durchgegangen.

Nicht nur Ben war etwas müde, als wir auf die Brücke kamen, weswegen wir ihn damit geködert haben, nur bis zur Hälfte zu gehen, und dann umzukehren. Als wir dort aber angekommen waren und das Navi befragten, stellte sich heraus, dass es auf der anderen Seite näher zur U-Bahn war als wieder rückwärts zu gehen. So haben wir dann doch die ganze Brücke zu Fuß überquert und wo wir schon einmal drüben waren, auch direkt Brooklyn betreten (ohne ermordet zu werden) und dort auch im geplanten Lokal Pizza gegessen.

Brooklyn hatten wir also überlebt, das dort im Park übertragene Fußballspiel hatten wir verpasst, also ging es erneut per U-Bahn wieder zurück nach Manhattan.

Ursprünglich sollte jetzt eine Erholungspause im Hotel eingeschoben werden, doch daraus wurden gerade einmal 15 Minuten für duschen und feine Sachen anziehen, denn der nächste geplante Termin war in einem sich drehenden Restaurant über dem Timesquare. Muss man nicht viel zu sagen, einfach Bilder gucken:

Auf dem Rückweg wollten wir – obwohl schon dunkel – wieder die U-Bahn nehmen. Zuerst fanden wir den Zugang nicht, die sind nämlich hier einfach manchmal unauffällig in Hauseingänge integriert und davon gibt es hier eine ganze Menge – also Hauseingänge, nicht U-Bahn-Stationen.😎

Leider fuhr die U-Bahn aus irgendwelchen Gründen nicht mehr in unsere Richtung, also mussten wir uns doch ein Uber bestellen, das uns dann zum Hotel zurückgebracht hat. Brad war mittlerweile angekommen und lag schon im Bett, schlief allerdings noch nicht, der kleine Ben, so kaputt wie er auch war, bestand noch auf einer Gutenachtgeschichte und ein paar Minuten Fußball gucken, bevor wir dann alle wie Steine geschlafen haben.

Der neue Tag

Fortsetzung folgt…


Euch allen wünschen wir eine neue Woche voller wunderschöner Bilder, die im Kopf bleiben.

Ach ja: und möge Deutschland entgegen meiner pessimistischen Prognose gewinnen!

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