Soll man Zeit- und Ortsangaben mischen? Natürlich nicht, außer ein heftiger Anfall von Kreativität zwingt dazu. 😎

Feiertag in ganz Europa, was macht man da? Ganz einfach – was alle machen.

Unsere Gastfamilie und unsere eigene sind in einen Tierpark an die holländische Grenze gefahren. Das Wetter blieb gut und wir hatten eine Menge Spaß. also eigentlich hatten die Kinder Spaß und wir Großen standen dabei und reichten Getränke, Snacks oder stupsten die Schaukel an. Währenddessen hatte ich meine neuen Hörhilfen im Ohr, um sie mal in der freien Wildbahn zu testen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, sie würden nicht mehr richtig „wirken“, aber als ich die Funktion dann probeweise abschaltete – o Mann. Sie waren intakt, nur kam mir die Verbesserung normal vor. 🤪 Ich finde das ein gutes Zeichen.

Karin hatte ihren neuen Fotoapparat dabei und sowohl sie als auch Recayi haben alles geknipst, was sich mit dem Teleobjektiv einfangen ließ. Dummerweise gibt es kein einziges Beweisfoto, denn Karin hat noch vor Ort versehentlich alles(!) gelöscht. Also auch alle Aufnahmen von der Hinfahrt… Sie war Not amused. 😩😡🤯

Außer mit den Tieren hinter Zäunen hatte Karin schon direkt nach dem Ankommen eine „interessante“ Begegnung mit einer freifliegenden Hornisse.

Nach ein paar Stunden haben wir beide uns verabschiedet und sind über Venlo zurückgefahren. Dort waren dann alle Deutschen, die nicht in den Tierpark gepasst haben. 😂

Da wir uns von früher noch etwas auskannten, fanden wir tatsächlich in einer Nebenstraße im Zentrum einen Parkplatz und konnten uns (für Ortskundige: gegenüber der 2 Brüder) eine leckere Portion Pommes gönnen. Auf der Weiterfahrt nach Duisburg fand sich dann noch ein Eiscafé – perfekt!


Der Samstag war dann ein „Ruhetag“, aber sonntags gab es wieder einen Heimspieltag bei den Enkeln – ach ja, am Samstagabend haben unsere Gastgeber lecker mit/für uns gegrillt. Außerdem hat es der MSV in die Relegation geschafft!


Hatte ich berichtet, dass eine online bestellte Brille nicht an Land gekommen war? Nun, Samstag war sie endlich in der Post, also habe ich noch schnell versucht, einen Termin zur Anpassung zu erhalten. Den gab es, aber nur noch montags in einer Filiale im Vorort. Egal!

Also am letzten Tag noch „mal eben“ zum Fielmann, wo mich eine reizende Mitarbeiterin betreute. Das hat mich dann etwas milder gestimmt, denn die Hotline war nicht sehr kompetent.

Auf dem Weg dahin sah ich ein Werbeschild, das fast vergessene Erinnerungen hervorrief. Wer erinnert sich nicht an die Zeit, wo man Donnerstagabend losgefahren ist, um fürs Wochenende – Videos auszuleihen!

Und genau dort fand der Neu-Duisburger ab 1992 seinen Stoff. Nicht nur an der Fußgängerzone hing noch die Leuchtwerbung, auch um die Ecke, wo früher der Eingang war, prangte ein Schild. Da wollte ich doch mal nachsehen, ob etwa… aber nein, nichts hatte überlebt! 😢


Den Rest des Vormittags haben wir die Wohnung wieder in den vorigen Zustand zurückversetzt und alles, was kein Reisebedarf war, ins Auto gepackt, bevor wir ein letztes Mal die Enkel von Kindergarten und Schule abgeholt haben.

Wer erwartet, dass diese einfache Abfolge problemlos vonstatten ging, kennt unseren Blog nicht gut. 🤪

Ich packe gerade mein Atemgerät zusammen, als Karin dazukommt und mich fragt, ob ich auch dieses merkwürdige Piepsen hören würde. Was für eine Frage – natürlich nicht!

Mit etwas mehr Konzentration habe ich dann auch etwas wahrgenommen und wir fanden in der dunklen Ecke hinter der Kommode den Grund:

In MEINEM Schlafgemach! Womöglich schon in der letzten Nacht! Das musste ein Ende haben! Also Vogel fangen und raussetzen!

Denkste!

Wir mussten unsere Gastgeber um Hilfe bitten, denn das Vögelchen blieb verschwunden. Was wir echt unterschätzt hatten – das Tierchen war fix wie der Blitz und fand sich ganz woanders:

Nach ein paar kläglich erfolglosen Einfangversuchen mussten wir feststellen, dass der Kleine doch schon fliegen konnte und klugerweise von selbst durch die offene Tür verschwand. Was für eine Erleichterung!

Meine Nachtruhe war gerettet. 😂


Unser Auto war nur im Kofferraum beladen, denn die Rücksitze wurden ja noch für die Abholung der Enkel gebraucht.

Bei Alex dauerte es aber relativ lange, bis Karin mit dem Kleinen rauskam. Der Grund: Er „musste“ noch etwas fertigstellen und „sichern“!

Am Abend gab es noch einmal „Dönerbude“ und den Abschied…

(Ich glaube, die Geschichte mit dem Vögelchen kam erst danach…)

Egal, nun wurde das Auto bis kurz vor der Überladung bepackt und am nächsten Morgen ging es mit einem notwendigen Umweg auf die Autobahn.


Ihr wisst ja, es gab und gibt ein paar (nur ein paar wenige🤪) Dauerbrenner, als da waren/wären Nebenkosten, Stürze und Blessuren, geschlossene Restaurants/Museen…

Ein weiterer ist die Grabpflege bei Christian. Seit Jahr und Tag beauftragen wir den ortsansässigen Friedhofsgärtner mit der Betreuung der Pflanzschale. Immer wieder neu, denn niemals hat er einen richtigen Auftrag angelegt oder eine Rechnung gestellt (aber bepflanzt hat er!). Letztes Frühjahr dann, hat er vor unseren Augen einen Zettel beschrieben.

Tja, der Kübel ist frisch bepflanzt, aber bezahlt hat auch seitdem niemand etwas und auf unsere Nachfrage am Dienstag holt er den Zettel von letztem Jahr raus, findet dann noch eine Notiz über einen Besuch von Jana – die aber auch weder bezahlt noch im Anschluss etwas von ihm gehört hat.

Nun haben wir (wieder mündlich!) abgesprochen, dass er uns für dieses und das kommende Jahr eine Rechnung fertigmachen wird. Also nicht etwa rückwirkend für x Jahre… 🤪

Jana ist informiert, aber auch sie rechnet nicht ernsthaft mit Post. 😎


Den Bericht über die Rückfahrt kürze ich etwas:

Fahren, schlafen, weiterfahren, ankommen!

😂😂😂😂😂

Ok, ein wenig mehr habt ihr verdient:

Zuerst ging es bis nach Tschechien, Nähe Franzensbad (welches wiederum in der Nähe von Karlsbad liegt). Sehr schön, ziemlich die beste Unterkunft auf allen Fahrten.

Um Mautgebühren zu sparen, ging es über Land an Budweis vorbei Richtung Österreich, um dann kurz hinter Wien in der Slowakei zu übernachten. Das Wetter war zu Tagesbeginn regnerisch, wurde aber schöner.

Diese Bilder hat Karin unterwegs fotografiert:

Die dritte Übernachtung hatten wir dann kurz hinter der ungarischen Grenze in Rumänien. Ganz alleine im Hotel durften wir den Speisesaal für unser Abendessen nutzen. Zuvor waren wir noch im Nachbarort einkaufen und unterwegs ein Kloster am Weg besichtigen. Nichts besonderes, aber nett anzusehen. Anschließend war noch Tageslicht für eine Fototour durch das Dorf übrig und Karin hat Bilder geschossen.

Leider gab es keinen Wasserkocher für den Morgenkaffee, also haben wir morgens wieder den Nachbarort für einen Frühstücksstopp besucht. Kaffee für uns beide, dazu für mich ein Eis und für Karin Wolle aus einem naheliegenden Lädchen. 😎

Leider fing es nach wunderschönem Start während der Durchfahrt durch die Karpaten heftig an zu regnen, was das Fahren etwas öde werden ließ. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, diese Landschaft mal im Frühling zu sehen. Tja, war nix.

Zu unserem Glück hörte der Regen kurz (sehr kurz) vor dem Ziel auf und wir konnten die letzte Unterkunft richtig genießen. Karins großer Wunsch ging nämlich in Erfüllung, einmal in einem der typischen alten Häuser zu übernachten.

Für den Rest des Ortes blieben auch noch Zeit und gutes Wetter übrig. Zusätzlich hatten wir ganz reizende Vermieter.

Am nächsten Morgen ging es dann in strömendem Regen los. Erst nach fast zwei Stunden wurde es besser, bis Warna wurden wir aber noch einige Male angefeuchtet. Machste nix. Auto ist ja zum Glück wasserdicht!


Zuhause angekommen fanden wir alles wie erwartet vor: Stereoanlage läuft! 👍

Wichtiges zuerst! 😂

Aber auch die Blumen wurden von Heinz hervorragend gepflegt, sogar den kümmerlichen Schnittlauch hat er am Leben gehalten. 💪

Ich bin ja unverdrossen und habe in Deutschland weitere Samentütchen und sogar ein Full-Set gekauft. Kollege Hölsken hat einen Schnittlauch im Topf, der einem Dschungel gleicht. Das will ich auch! Denkt euch in meinen Augen puren Neid! 😩

So, lang ist es geworden, spät ist es auch, also ende ich langsam.

Aber einen Bonus gibt es noch:

Zuletzt noch eine Umfrage: Welche Fassung (Gläser sind später grün!) würdet ihr mir empfehlen?

Wir wünschen euch eine Woche, in der alles, was euch begegnet, wie durch die rosarote Brille betrachtet auch tatsächlich ist!

Wir freuen uns über Kommentare