Letzten Samstag war das große Jubiläum und wir sind abends mit Anika und ein paar Kindern sowie erwachsenen Gästen von Brads Geburtstagsparty auf ein Krankenhausparkdeckdach (was ein Scrabble-Wort) gefahren, um uns das städtische Feuerwerk anzuschauen.

Der Platz wurde uns empfohlen, leider haben wir erst beim Verlassen gesehen, dass wir vom 6. Stock auch die niedrigeren Teile des Spektakels gesehen hätten. 😩 Aber es war trotzdem toll. Vorher hatten die Kinder ihr eigenes kleines Feuerwerk im Hof, was für sie fast spannender war.

Brad konnte/musste/durfte zweimal feiern, denn am eigentlich arbeitsfreien Freitag (seinem Geburtstag) musste er wegen Problemen mit irgendwelchen Maschinen in die Firma. Also hat er nachmittags eine Torte ausgeblasen und am Samstag nochmal eine. Zwischendurch war auch noch die 4. July Poolparty mit DJ und Buffet. Volles Programm also.


Zurück nach New York

Sonntag war Abreisetag, glücklicherweise sollte der Flug erst kurz nach 21 Uhr abheben. Genug Zeit für zwei weitere Punkte von der „mit Brad“-Liste. Das weltberühmte Naturkundemuseum war der erste Anlaufpunkt. Nur Laufen wollten wir nicht, erstes, weil wir den Weg quer durch den Central Park erst hinterher in Ruhe gehen wollten und zweitens hatten wir ja noch das Busticket. Die Route hätte uns einmal um den Park geführt, wo wir noch nicht waren. Dummerweise mussten wir nach über einer Stunde des Wartens am Straßenrand doch wieder ein Taxi nehmen (Wir waren ein paarmal fälschlicherweise vertröstet worden🤬).

Das Naturkundemuseum ist ein Kracher. Es ist riesig groß, mit Hallen, bei denen man sich fragt, wo und wie die alle ins Gebäude passen. Dazu so viele Abteilungen, dass wir nicht einmal einen Teil der Exponate gesehen haben, die im Film „Nachts im Museim“ mitspielen. Notiz an mich: Den Film zuhause unbedingt nochmal ansehen.

Wir sind nur durchgelaufen ohne irgendetwas zu sehr zu vertiefen – lediglich die Edelsteine, die Reptilien, die Insekten, die Dinos… 😂

Ein paar der Videos muss ich euch zeigen, auch wenn manche für Instagram hochkant sind.

Und wer nach der Abteilung mit Astronomie und Raumfahrt noch irgendeinen Zweifel daran hatte, dass das Museum wirklich mit der Zeit geht, nehmt das hier:


Ihr kennt doch diese Listen mit Dingen, die man vor seinem Tod erlebt haben sollte/möchte. Hier nennt man das kurz „bucket list“.

Auf meiner bucket list stand seit dem Brainstorming vor der allerersten USA-Reise der Wunsch „auf den Straßen New Yorks einen Hotdog essen“.

Wir kommen müde aus dem Museum und da standen sie, an der Straße, die kleinen Wagen mit Essen jeder Art, von Eis über koscher bis Döner – und natürlich Hotdogs.


Wie möglicherweise schon erwähnt 🤪, befindet sich das Museum direkt am Central Park und zufällig fast genau gegenüber der Straße mit unserem Hotel, also los ging’s. Frisch gestärkt durch das Herz New Yorks.

Wusstet ihr, dass es ein Schloss im Park gibt? Einen Shakespeare Garten?

Ben durfte während einer kurzen Rast im Shakespeare-Garten mit dem iPhone auf Fotosafari gehen. Er hat ein gutes Auge.

Natürlich gibt es am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein im Park eine Menge Spaziergänger, Radfahrer und Kiffer (auf den Wiesen). Natürlich auch Leute ohne Drogen, aber manchmal zog schon kräftiger Duft herüber. 😎

Dazu kommen Rentner, Pensionäre und andere Arbeitsverweigerer.


Unsere Koffer konnten wir nach dem Auschecken im Hotel lassen, also mussten wir sie dort nur abholen und konnten zum Flughafen aufbrechen. Karin hat mich gezwungen, aus dem fahrenden Auto noch ein paar Bilder zu knipsen. Trotz meiner Skepsis sind einige was geworden.


Hier beginnt jetzt der Teil, der jedem bekannt vorkommt, der unseren Blog (oder unsere Reisen generell) länger verfolgt.

Der Flug wurde schon während der Abholung unserer Koffer um eine Stunde verschoben. Am Flughafen waren es dann schon zwei!

Irgendwann tauchte der Pilot von der verspäteten Vorgänger-Maschine auf. Sehr netter Herr, der dann länger mit Brad gequatscht hat. Aber um halb eins sahen wir ihn am Taxistand wieder – der Flug fiel nämlich aus. 🤬🤪😩

Hotel aufsuchen, einchecken, schlafen, auschecken, rechtzeitig zum Check-In am Flughafen zurück sein – macht 3,5 Stunden Schlaf(möglichkeit). Wir bekamen von der Fluggesellschaft ein Hotel in der Nähe organisiert. Sehr nett. Das Hotel ging. Die Gegend weniger! 😂 Unsere Amerikaner wären da ohne Zwangslage niemals abgestiegen. Wieder ein Chinatown, aber diesmal in Flushing. Da musste ich direkt an die Sitcom „Die Nanny“ aus den 80ern (?) denken. „Fran“ kommt nämlich aus Flushing. Verrückt, aber das Haus (also der Drehort) des noblen Engländers „Mr. Sheffield“ war nur 4 oder 5 Blocks von unserem Hotel (dem am Central Park!) entfernt. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Auf unserem ersten Spaziergang kamen wir an zwei Häusern dieser Art vorbei, die zum Verkauf standen.

Falls ihr irgendwo 17.000.000$ rumliegen habt.

Kaum geschlafen, ging es dann wieder zum Flughafen. Bevor wir dort nachts weggefahren sind, hatte Anika noch versucht, auf einen etwas späteren Flug umzubuchen, aber der nächste ging erst um 18 Uhr. Doch da beide arbeiten mussten…

Immerhin hatte der Pilot Lust, uns nochmal New York im Morgenlicht zu präsentieren. Den Blaustich werde ich am Rechner vielleicht etwas wegbekommen, hier gibt’s die Originale.

Nachdem ich jetzt alle paar Abschnitte den Entwurf gesichert habe, sollte es auch klappen, ein paar Cartoons zur Wochenmitte anzufügen. Viel Vergnügen.

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