Dadurch, dass wir dreimal die Woche Massagen verschrieben bekommen haben und danach aufgrund der Großzügigkeit des Chefs auch den Spabereich mit Sauna besuchen dürfen, bleibt nicht viel Zeit, irgendetwas zu unternehmen. Wir stehen spät auf, trinken gemütlich Kaffee, machen uns fertig, um um 14:00 Uhr anzukommen und sind dann zwischen 18 und 18:30 Uhr wieder zurück. Tiefenentspannt trödeln wir dann noch etwas rum, denken darüber nach, was wir essen möchten, und bereiten das dann mit letzter Kraft zu. 😎
Karin hat die letzten beiden Male statt des ersten Saunagangs den Fitnessraum aufgesucht, ich konnte mich mit letzter Kraft beherrschen und fühle mich gar nicht schlecht damit. Ernsthaft: An den Tagen dazwischen mache ich meine Fitness und Karin geht laufen. Ich will nicht sagen, dass das die Tage komplett füllt, aber da hilft Stromberg (Karin aktuelle Lieblingsserie) und Scannen von alten Bildern (meine Beschäftigung).
Kaum war der letzte Blogbeitrag geschrieben, bekam ich über die Kommentare die Nachricht, dass einer der Testbriefe wieder beim Absender angekommen war. Tatsächlich ist keiner der von euch freundlicherweise zu Testzwecken versandten Briefe angekommen, übrigens ebensowenig wie eventuelle Weihnachtsgeschenke oder Rücksendungen, die in Deutschland nicht angekommen sind. Wir sind also nicht undankbar oder vergesslich, sondern haben schlicht nichts erhalten! 😩
Dafür fanden sich am Dienstag in unserem neuen Postfach sieben oder acht Briefe, von denen die meisten sogar relativ zügig angekommen waren.
Von dem zurückgekommenen Brief habe ich mir Fotos der Postmarkierungen schicken lassen und werde wohl nächste Woche mit Kiril einmal in unserer Post aufschlagen und fragen, wer oder was, wann und warum die Briefe aus Bulgarien wieder als unzustellbar zurückgeschickt hat.

Auch Amazon lässt im Moment zu wünschen übrig. Ich habe vor drei Wochen etwas bestellt und der zugesagte Liefertermin war zehn Tage später – ratet! Nach zwei Wochen bekam ich dann die Nachricht, ich könne es stornieren oder einen Ersatz bestellen, denn man wisse nicht, wann die Lieferung erfolgen würde. Im Verlauf kann man sehen, dass die Ware aus einem Amazon-Lager nach Tschechien ging, von dort nach Bukarest und von dort losgeschickt wurde, doch dann hört die Geschichte auf. Eine zweite Lieferung, zwei Tage später aufgegeben weil ich was vergessen hatte, scheint dasselbe Schicksal zu erleiden. Interessanterweise ist eine zeitgleich erfolgte Bestellung über AliExpress aus dem tiefen China seit gestern im Postamt abholbereit!
Das Käsefondue mit Heinz und Eckhardt hat auch endlich geklappt, nachdem wir es mehrmals verschieben mussten, weil immer irgendwer unpässlich war. Wir haben sehr lecker und sehr reichlich gegessen, ordentlich Eis und frisches Popcorn gab es noch hinterher, während Karin unbedingt eine Vorspeise meinte reichen zu müssen.


Apropos Popcorn: Ich hatte meine kleine Popcornmaschine schon bereitgestellt, denn in der Nacht von Sonntag auf Montag war ja das Superbowl-Endspiel der amerikanischen Football-Liga. Tatsächlich begann das um 2:00 Uhr nachts, nicht wie ich ursprünglich im Kopf hatte, um fünf. Mit genügend Popcorn, Bier und amerikanischen Whiskey ausgerüstet habe ich es mir dann auf meinem neuen Kinosessel gemütlich gemacht und ein fürchterlich langweiliges Spiel bis 6:00 Uhr morgens gesehen. Hätte ich mir sparen können! Aber man weißt sowas ja nicht vorher.

Was ich kürzlich neu entdeckt habe, sind Raketenstarts live auf YouTube.
Ich hatte online gelesen, dass die erste NASA-Mission (mit(!) Astronauten) zum Mond Anfang Februar starten sollte. Keine Mondlandung, sondern nur eine Umrundung, aber seit 60 Jahren sind das erste Mal wieder Menschen hinter dem Mond – also in echt, nicht metaphorisch!😎
Dummerweise wurde der Start verschoben, weil bei der Befüllung mit Wasserstoff (Sauerstoff ist das zweite Treibmittel) ein Leck aufgetreten ist. Ich habe mich daraufhin schlau gemacht und gelesen, dass Wasserstoff nun mal das kleinste Molekül ist, das es gibt und unter dem hohen Druck, den es braucht, damit es verflüssigt getankt werden kann, noch kleinere Ritzen finden kann als normalerweise schon. Es liegt also kein Versagen bei der NASA vor, sondern ein sehr kompliziertes, technisches Problem.
Manche wissen es, ich hatte mir immer einen Hang zu Technik (und Science-Fiction) und so habe ich mich etwas durchs Internet geklickt und sehe: Space X-Start! Live. In 50 Minuten! Da habe ich kurz Karin informiert und dann haben wir beide den Start geguckt, Karin liebt das sehr! Das Tolle daran war, dass die Rakete Starlink-Satelliten ausgesetzt hat (was man gesehen hat(!) und die Videos vom Start und aus dem Raumschiff mit Blick zurück auf die Erde (!) über die schon ausgesetzten Starlink-Satelliten übertragen wurden, was zu einer unglaublich guten Bildqualität beigetragen hat. Traumhaft!
Zwei Tage später war dann ein Apollo-Start mit Astronauten an Bord, die die Crew in der ISS ersetzen sollten. Da waren die Bilder nicht ganz so schön, aber wir waren tatsächlich live dabei. Das Ganze in groß auf dem Beamer macht wirklich Eindruck! Gestern habe ich dann das Ankopplungsmanöver gesehen und ich muss sagen – atemberaubend. Nicht so sehr das Manöver, das ist sehr langsam und von langen Einstellungen auf das Kommandozentrum unterbrochen, aber beim Anflug die ISS in voller Größe über der Erde schweben zu sehen, das war ganz großes Kino – muss ich Karin unbedingt auch noch zeigen. Leider hat sie heute geschwächelt und sich mit Kopfschmerztabletten gefüllt sogar wieder eine kurze Zeit ins Bett zurück gelegt. Ich bin derweil in die Stadt gefahren, um Rakia (ihr wisst schon, den einheimischen Obstbrand) auf dem Markt zu kaufen und habe die Gelegenheit genutzt, dort etwas spazieren zu gehen. Insgeheim versuche ich nämlich die öde tägliche Gymnastik aufzuwiegen mit ausgiebigen Spaziergängen. Also abwechselnd natürlich!


Rakia habe ich natürlich bekommen. Die ersten zwei Flaschen bei einer alten Frau auf einem Höckerchen, die nächsten beiden drei Meter weiter in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen bei einer mittelalten Frau, die auch noch ein bisschen Gemüse im Angebot hatte und die beiden letzten Fläschchen bei einer ganz alten Frau, die überhaupt nur vier oder fünf kleine Schnapsfläschchen zum Verkauf angeboten hat. Dafür war sie die teuerste, mit immerhin vier Euro für den halben Liter!
Wo ich schon einmal unterwegs war, habe ich auf dem Rückweg noch im Kaufland halt gemacht. Normalerweise vermeiden wir es, am Sonntag einkaufen zu fahren, aber bis zum Kaufland machen wir uns selten auf und weil er buchstäblich am Weg lag, hab ich heute eine Ausnahme gemacht. Karin ging es zu Hause wieder etwas besser, zumindest saß sie auf dem Sofa und sah sich deutsche Reiseberichte über Bulgarien auf dem Fernseher an. Von Sport hatte sie wohl genug gesehen. Vieles von dem Gezeigten haben wir mittlerweile schon gesehen, aber manches hat sie sich notiert, damit wir uns das auch mal „in echt“ ansehen können.
Ich habe derweil eine Rakia-Verkostung gestartet.

Die linken beiden Flaschen sind die zuerst gekauften. Da die Frau kein Wort meiner Sprache sprach und ich keins der ihren, bin ich davon ausgegangen, dass die Fläschchen den selben Inhalt haben. Bei genauer Betrachtung unterscheiden Sie sich aber farblich, also gehe ich davon aus, dass es sich um zwei Varianten handelt – ist halt selbst gemacht. Die beiden Flaschen in der Mitte sind einmal Birnenbrand und Pfirsichbrand, die beiden rechten sind offensichtlich aus einem Fass. Ich habe wirklich nur eine klitzekleine Pfütze in jedes Glas geschüttet und davon nur die Hälfte getrunken, aber offensichtlich enthalten die selbst gebrannten Schnäpse eine sehr große Menge an Alkohol, die ich sofort gemerkt habe.
Ach so, lecker sind sie alle, unterschiedlich und lecker. Vielleicht werde ich von dem leckersten noch etwas Nachschub holen, aber die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Dazu muss ich die noch ein oder zweimal im Vergleich probieren. Man will ja nicht die Flasche im Sack kaufen.😂
Um den kulinarischen Teil dieses Beitrags abzuschließen, zeige ich euch noch die erste Ernte des neu gezogenen Schnittlauchs, die in den letzten Leinölquark gewandert ist. Nicht lachen, bitte!

Da ich zwischenzeitlich auch wieder alte Negative und Dias gefunden, bearbeitet und zum allgemeinen Vergnügen hochgeladen habe, möchte ich ich euch auch mit ein einer kleinen Auswahl davon unterhalten.












Tja, so jung (und schlank) waren auch wir mal…
Euch allen wünschen wir eine gute (und für Rheinländer: jecke) Woche und einen erfolgreichen Start in die Fastenzeit – was auch immer ihr euch vornehmen solltet.








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