Montagnachmittag sind wir in Istanbul gelandet und direkt zu unserem Hotel von der Hinreise gefahren. Ein langer Spaziergang auf der neuen Strandpromenade brachte zwei Erkenntnisse:
Nur 4-5 Frauen waren westlich gekleidet.
Keine Bar hatte Bier.
Ganz offensichtlich eine konservative muslimische Gegend.
Machste nix, also zurück zum Hotel, wo es dann endlich ein kühles Blondes gab. Als wir nun doch ungeplant dort saßen, haben wir direkt auch das Abendessen bestellt: Lauter Vorspeisen mit Brot, sehr lecker.

Der Jetlag hat diesmal Karin mehr zu schaffen gemacht. Ich musste sie mehrmals wecken gehen, damit sie noch an ihr Frühstück kam. 🥱🥱🥱

Lasst euch das auf der Zunge zergehen: ICH musste Karin wecken!

Wir waren von Heinz und Eckhardt vor unserer Abreise gebeten worden, nach leckerem Olivenöl Ausschau zu halten, aber leider ist so weit nördlich offensichtlich kein Olivenanbaugebiet. Lediglich im Supermarkt gab es welches, was wir schon vor unserem Abflug geprüft hatten.
Aber hoffnungsvoll dachten wir uns, wenn wir auf der Landstraße zurück schaukeln, finden wir vielleicht doch einen Straßenverkäufer mit Öl.
Ihr wisst ja wohl mittlerweile, wie so etwas bei uns ausgeht – 260km ohne Ölverkäufer! 🤣
In der letzten großen Stadt vor der Grenze sind wir dann mutig ins Zentrum gefahren. Mutig deswegen, weil der türkische (Stadt)Verkehr dramatisch chaotischer ist als in Bulgarien. Aber wir fanden einen kleinen „Feinkostladen“ mit Schafskäse, Olivenöl und Oliven, Bingo!
Gegenüber gab es eine Eisdiele (lecker) und ein paar Schritte weiter einen kleinen Supermarkt, in dem wir dann noch ausgiebig billig (muss man so sagen) eingekauft haben. Ach ja, Olivenöl gab es auch.👍

Hier waren übrigens 70-80% der Frauen westlich gekleidet. Das scheint also regional sehr unterschiedlich zu sein.
Zurück am Auto sehen wir einen Karren, wo Knoblauch für 2€/kg angeboten wird. Da musste Karin einfach mal einen Jahresvorrat kaufen. 😎

Unser erstes Abendessen zuhause: Brot vom Bäcker, vier Schälchen mit unterschiedlichen Ölen zum Eintunken und eine tolle (türkische) Freilandtomate.

Wir haben gut gewählt, die Supermarktöle sind sehr lecker, das aus dem Lädchen schlägt sie aber.
Wieder zurück empfing uns eine angenehme Überraschung: Das Sofa war neu bezogen. Die Armlehnen, Kopfstützen und der Sockel waren nämlich ursprünglich aus Kunstleder und das war über die Jahre mürbe geworden und in einen Zustand der Auflösung übergegangen.



Karin hatte mit Simona und der Polsterin einen groben Stoff ähnlich dem vorhandenen ausgesucht, der sich wirklich gut macht. Simona hatte aber soviel um die Ohren, dass sie schlicht vergessen hatte, uns das zu schreiben. 😂
Die nächste Überraschung war eine Email der Kanzlei in Bezug auf den Rechtsstreit mit der Fluggesellschaft. Man teilte uns mit, dass letzten Freitag das Geld überwiesen worden sei: 1350€! Wieder ein Baustein zur ersten Million. Fehlen noch 999!
Dazu kommt demnächst noch die Erstattung unserer Anwaltskosten! 💶💸💰
Lange hat’s gedauert, ist aber letztendlich gut ausgegangen.
Leider gibt es auch eine traurige Nachricht: Trotz der Bemühungen unserer Vertretungsgärtner habe ich immer noch keinen Schnittlauch! Alle anderen Pflanzen sind wohlauf, aber der besch… Schnittlauch verweigert sich. 🤯



Gestern waren wir dann erst einmal Post holen, Vorräte auffüllen und Geld für die Miete besorgen. Wo wir schon einmal im Schwung waren, haben wir unserem Auto die überfällige Reinigung (innen und außen) gegönnt und uns während der Wartezeit ein Bier vom Fass.

Abend gab’s dann wieder Brot, wieder Salat (diesmal mit Knoblauch) und Käse/Wurst. Alles sehr gesund und vor allem lecker.
Heute hieß das Tagesziel: Strand!
Allerdings ist Karin heute schon wieder nach mir (!) aufgestanden, weshalb wir etwas später als geplant aufgebrochen sind.
Ich habe unser sauberes Auto mit der Sommer-/Strandausrüstung beladen…

…und mein Motorrad erfolgreich angelassen und blitzblank geputzt. Morgen wird die ganze Elektronik montiert und auf einer Probefahrt getestet. Nächsten Donnerstag geht es nämlich schon wieder los, Uwe und Peter entgegen. Da will ich mich und das Motorrad vorher ein paar Kilometer einfahren.
Und jetzt sitze ich am Strand und schreibe am Blog. Perfekter Platz!

Das Wasser ist nicht mehr kalt, aber das Reingehen braucht etwas Überwindung. Doch einmal drin, sind wir einfach träge stehengeblieben. Also doch eher ziemlich warm (22-23°).
Ein paar Tage werden wir euch also mit Strand-(nicht: Bikini-)Bildern quälen, bevor es dann wieder Reiseberichte geben wird, die vielleicht von Karins Strandfotos unterbrochen/bereichert werden.
Zum Schluss wieder etwas Lustiges:









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