Nachdem wir im Ersatzquartier ausgeschlafen hatten (ich weniger, weil das Schlafsofa eine harte Stelle hatte), mussten wir uns entscheiden: Entweder 11 Stunden am Stück bis Warna oder doch zwei Etappen. Wir haben uns für die entspanntere Variante mit einer weiteren Übernachtung entschieden. Das Problem war dann, in der richtigen Region eine Unterkunft zu finden. Wie leergefegt! Sehr merkwürdig, weil hier im Balkan sogar an den unmöglichsten Orten etwas zu finden ist. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, noch einmal an die Donau zu kommen. Eine gute Entscheidung.

Das verpasste Kloster vom Vortag

Nachdem geklärt war, dass wir genügend Zeit haben würden, sind noch einmal zwei Klöster auf den Routenplaner gewandert. Eins war sogar direkt im Ort. Leider auch wieder voll in der Renovierung und im wesentlichen geschlossen.

Das Wetter war unbeständig, später regnerisch, kein Vergleich zu den Tagen zuvor. Auch die Landschaft wurde öder – Einzugsbereich der Donau, schätze ich.

Aber das nächste Kloster war trotz des bescheidenen Wetters den Besuch wert. Kloster Neamt:

Ein kurzes Video aus dem Gebäude mit der Aufschrift „Bibliothek“ muss ich euch zeigen:

Unmittelbar daneben gab es eine weitere, kleinere Klosteranlage, die wir aufgrund einsetzenden Regens ausließen. Aber nur wenige Meter weiter an der Straße war uns beim Ankommen eine außen toll bemalte Kirche aufgefallen. Da wollten wir doch noch rein.

Aus dem Gelände/in den Gebäuden waren irgendwelche Ausbildungsstätten untergebracht, keine Mönche, sondern sehr viel junges Volk.

Damit war aus unserem kulturellen Interesse die Luft raus und die zahllosen weiteren Hinweisschilder zu Klöstern am Weg wurden standhaft ignoriert.

Wir kamen wieder kurz vor Einbruch der Dunkelheit an 🤯, trafen es dafür ganz toll an. Parken im verschlossenen Hof, bequeme Betten (auch für mich), sehr schöne Gemeinschaftsküche und das beste: Donau, Geschäfte und (für den nächsten Tag) die alte Stadt umme Ecke.

Karin wollte nicht mehr raus, ich schon.

Am nächsten Morgen sind wir noch kreuz und quer durch das hübsche Städtchen gekurvt, bevor es dann auf die letzte Etappe ging.

Schon länger keine Pannen? Also seit zwei Tagen?

Wir kommen an der Fähre an, die wir auch auf dem Hinweg genommen hatten. Aber der Kartenautomat war kaputt, unsere Vorräte an rumänischen Lei reichten nicht und Euro, bzw. bulgarische Leva wurden nicht akzeptiert. Aber wir sind ja ortskundig (erinnert euch an die Geschichte von der unfreiwilligen Donaukreuzfahrt) und haben kurzerhand entschieden, auf der LKW-Fähre ein paar hundert Meter weiter mitzufahren – menschenleer und verlassen. Abandoned, wie es mittlerweile so schön heißt. 🤬🤯😩

Immer diese aufgezwungenen Entscheidungen: Zurück zur Stadt und Geld holen oder über Land die nächste Gelegenheit mit Brücke nehmen? Da wir wieder wunderschönes Wetter hatten, haben wir uns für den Umweg entschieden.

DUIE BRÜCKE KOSTETE AUCH GELD! BARGELD!

Glücklicherweise reichten die paar rumänischen Kröten gerade so. 😎

Zuhause angekommen, haben wir erst einmal auf dem Balkon in der Nachmittagssonne ein Päuschen gemacht, bevor es ans Auspacken des Kleiderkoffers ging. Der Koffer mit den mitgebrachten Dingen kam erst Sonntag dran.

Tja, was danach geschah, habe ich schon berichtet…

Mal sehen, wann ich mich an die Videos mache.


Nachtrag von heute

Ein Anruf beim Hersteller meiner Atemmaske ergab, dass man dort vor 2 Monaten (!) gar nichts abgeschickt hatte – kein Wunder, dass die Post kein Paket für mich hat. 🤪

Bei den anderen zu erwartenden Schriftstücken könnte es ähnlich sein. Mangels Bearbeitung keine Schreiben. Wir werden sehen…

Heute waren wir erneut in der City, denn der frisch reparierte Homebutton vom iPad wollte gestern Abend nach 4-5 Drückern schon nicht mehr. Aber gut, dass ich im Parkhaus nochmal testweise draufgedrückt habe – ging doch. Merkwürdig, aber immerhin habe ich mich im Laden nicht blamiert. Zuhause geht er immer noch!

Karin war mitgekommen, um Woll- und Bastelläden heimzusuchen. Nachdem ich sie wieder eingeladen hatte, sind wir mit zwei Dosen Bier an den Strand. Wie so Proleten. Neee, das Bier war eigentlich für den heimischen Kühlschrank bestimmt, aber bei 20° plus Sonne wurde es umgewidmet.


Bleibt nur noch der Schmunzelrest:

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