Das erste kennen die meisten wenigstens vom Hörensagen, des letztere mit Sicherheit nicht. Zur Verdeutlichung hier zwei Fotos:


Wir sind also nach zwei wunderschönen Fahrtagen wohlbehalten in Tschechien angekommen, wo es sich in der letzten Stunde vor der Ankunft am Quartier durch heftigen Wind stark abgekühlt hat. Unterwegs durchgehend 25+ und jetzt runter auf 17°. 🥶
Aber kurz von vorne: Wir sind in Warna gut weggekommen, ausgeschlafen und nicht zu spät. Etwa Richtung Norden ging es zur Grenze nach Rumänien, mit der Fähre rüber (ohne Grenzkontrollen!) und dann weiter Richtung Brasov. Wie immer ist die Fahrt nördlich der Donau durch Rumänien weitgehend mit einer Landpartie am Niederrhein zu vergleichen – platt und wenig abwechslungsreich. 🤪 Sobald dann aber die ersten Hügel (wie aufgesetzte Modelleisenbahnberge) erscheinen, macht das Fahren wieder mehr Spaß. Immerhin war es durchgehend warm und der Himmel komplett wolkenlos.
Unsere Unterkunft war leicht zu finden, am Hang oberhalb des Ortes Bran.






Wir hatten ein großes, sehr sauberes Zimmer, gegenüber lag ein nettes Esszimmer mit nahezu vollständiger Küche (kein Toaster) und dem Gemeinschaftsbad/WC.
Alles wirklich gut in Schuss und super sauber. Beides ist im Süden selten, zusammen trifft man das auch in höheren (Preis)Kategorien nicht oft an. 😎
Geschlafen haben wir sehr gut und natürlich sind wir am nächsten Morgen auch zur Burg gefahren. Es war Sonntag, die Sonne wärmte schon und die Menschen strömten in Massen. Auf nur einem Parkplatz zählten wir allein etwa 10 Reisebusse. Trotzdem kommt das Schloss auf die stetig wachsende Liste: „Wollen wir unbedingt nochmal hin.“

Danach stand ein Abstecher mit dem Auto durch Brasov (Kronstadt) auf dem Programm. Ich hatte ein historisches Stadttor im Navi markiert und uns dadurch unwissentlich mitten durch die tolle Altstadt geschickt. Brasov kommt mit auf die Liste!
Weil ich auf YouTube neulich einen Beitrag über die Wiederansiedlung von Wisenten in Rumänien gesehen habe und eins der Gebiete in der Nähe von Brasov liegt, gibt es nun sogar drei Gründe für einen Kurzurlaub hier.
Genauer vier!, denn ein paar Kilometer weiter sahen wir in der Ferne eine richtige Festungsanlage, die dann auf jeden Fall ebenfalls ein Ziel werden muss. 🏰
Während des zweiten Fahrtags war endlich auch die Actioncam hinter der Frontscheibe in Betrieb und ich hoffe auf einige nette Aufnahmen. Um euch die zu präsentieren brauche ich aber wohl mehr Zeit als ich jetzt abends nach der Fahrerei habe. 😩
Genau, Abend zwei! Ein geräumiges Apartment in Ungarn, etwas hinter der Grenze zu Rumänien, in einem Ort mit dem unaussprechlichen Namen Hajdúszoboszló 😂
Was mir bei der Buchung auffiel, waren die unglaublich vielen Unterkünfte im Ort.

Irgendetwas Spektakuläres musste es dort wohl geben…
Die Lösung des Rätsels: Ein mega tolles Spaß-(und wohl auch Thermal-)Bad in der Mitte.
Wir waren nach dem Einzug erst einmal Abendessensvorräte auffüllen und sind auf dem Rückweg an einer Art Straßenfest vorbeigekommen, genau im Zentrum. Es war ja immer noch Sonntag, also echt viel Volks unterwegs. Leider waren wir doch etwas zu spät und fast alle Stände waren im Abbau begriffen. 😢




Der restliche Abend verlief dann leider nicht entspannt, aber das kommt auch bei uns mal vor. Am nächsten Morgen (also heute) hing der Haussegen aber wieder gerade. 😇
Wir saßen gerade gemütlich mit dem ersten Kaffee auf dem Balkon, als es erst klingelt (was wir ignoriert haben) und wir dann einen Anruf bekommen.
Es war die Reinigungsfrau – um 9 Uhr hätten wir draußen sein müssen. Es war 9:05 Uhr! 🤪
Um 15 Minuten Gnadenfrist gebeten und dann im Schweinsgalopp geduscht und unsere wild verteilten Siebensachen zusammengeschmissen.
Um 9:25 Uhr waren wir am Auto, da macht sich das Training aus früheren Jugendfreizeiten immer noch bezahlt. 😎
Auch am heutigen dritten Tag waren wir bei bestem Wetter unterwegs. Und natürlich hat auch die ungarische Landschaft sehr viel Ähnlichkeit mit dem Niederrhein, zumindest von der Topographie her. Budapest haben wir buchstäblich links liegen gelassen und kamen überraschend früh in hügeliges Gelände mit sehr schönen (Motorrad)Strecken, teils offen mit weiter Aussicht, teils bewaldet mit Schatten, viele leichte Kurven auf und ab, nette Dörfer (aber nicht zu viele) und kaum Verkehr. Wunderbares Fahren.
Wie schon oben erwähnt, fing es kurz vor dem Tagesziel an zu stürmen und die warmen Temperaturen waren wie weggeblasen. Achtung: Wortspiel!😂
Wir sind jetzt auf einem kleinen und sehr neuen „Resort“, teils Blockhäuser, teils Wohnmobilstellplätze, einem hochmodernen Zugangssystem mit ausführlichen Anleitungen und demzufolge ohne anwesendem Personal.
Wie so oft ist es der menschliche Faktor, der tolle Systeme aushebelt: Nachdem wir wie beschrieben elektronischen Zugang aufs Gelände erhalten hatten, fehlte in der Infobox der Schlüssel nebst Schlüsselkarte auf unseren Namen! 😩

Ein Anruf ergab. Mein Mann… Ich komme in 5 Minuten. 😂😂😂
Es dauerte nicht einmal die 5 Minuten, dann war eine nette Frau da und ließ uns unter zahllosen Entschuldigungsformeln rein.
Es gibt hier zwei Zimmer mit jeweils(?) einem Bad auf der anderen Seite des Flures, einen großen Gemeinschaftsraum (in dem ich gerade sitze) und eine super ausgestattete Küche. Alles ist ganz neu, blitzblank und geschmackvoll.



Wir haben uns dann erstmals seit Monaten wieder in lange Hosen gezwängt, denn wir wollten irgendwo zum Essen einkehren. Leider mussten wir doch 10 Minuten 😇 bis in die Kreisstadt fahren, weil die zwei offenen Lokale auf der Strecke eher ungemütlich wirkten. Ein drittes hatte dauerhaft geschlossen und so mussten wir den weiten Weg…





Es war ja soooo köstlich!
Mittlerweile sind wir zurück und ich schreibe wieder seit geraumer Zeit, während Karin schon die Matratze testet. 😇
Morgen soll das Wetter nicht so gut sein, falls das aber nicht eintrifft, werden wir zuerst eine Burg hier in der Nachbarschaft besichtigen, bevor es an Prag vorbei bis vor die deutsche Grenze zur letzten Übernachtung geht.






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