Natürlich hängt das nicht zusammen, die Thraker waren eine vorchristliche Volksgruppe im Gebiet Bulgarien/Rumänien, die bulgarische Post dagegen ist aus dem 19. Jh. 😂

Das Problem? Aktuell erreicht uns keine Post! Nichts, nada, niente.

Sehr beunruhigend, denn wir haben normalerweise jede Woche irgendetwas erhalten.

Alte Leser erinnern sich: Unsere Postleitzahl ordnet uns der Post am Goldstrand zu, wo wir uns auch zu Beginn in den Trubel gestürzt haben, um das Postbüro an der Strandpromenade aufzusuchen. Dann wurde das geschlossen und wir bekamen in der Postfiliale von Sv. Konstantin und Elena (wo der Lidl ist) einen eigenen Schalter für unsere Postleitzahl. Bis auf ein paar Irritationen zu Anfang, weil jemand mit unserem Nachnamen (Zufälle gibt’s) ein Postfach gemietet hatte, wo unsere Post mit einsortiert wurde, ging das gut. Seit bestimmt zwei Jahren lief es aber problemlos uns eigentlich alles kam an.

Bis diesen Sommer plötzlich die beiden vertrauten Mitarbeiterinnen durch neue ersetzt wurden…

Seitdem: Keine Post mehr für uns. Zuerst denkt man „Sommerflaute“, aber wenn auch kein monatliches Pfarrerblatt erscheint, macht das langsam stutzig (nicht, dass das sonderlich wichtig wäre, aber es kommt halt zuverlässig einmal im Monat).

Heute Morgen ist Karin dort wieder vorbeigefahren und immer noch nichts! Also habe ich Kiril gefragt und er wird Mittwoch mit uns dort vorbeigehen.

Ich habe zwei Hoffnungen: Dass die beiden Damen nur die Sommervertretung sind und unser Team wiederkommt oder die Neuen unsere Post wieder in ein fremdes Postfach gesteckt haben. Mittwoch wissen wir hoffentlich mehr.


Und nun zu den Thrakern

Wir mussten ja erst aus Erfahrung klug werden und die Kenntnis der Öffnungszeiten erlangen (siehe Berichte über die Donautour). Nachdem wir vorletzte Woche fahren „wollten“, haben wir es letzten Freitag tatsächlich getan!

Es hat sich gelohnt. Wir hatten trübes Wetter (also kein verlorener Strandtag) und auf der Fahrt sogar teilweise heftigen Regen, aber vor Ort war es trocken und wurde stetig besser.

Eine Gruppe von Rentnern war vor uns dran, so dass wir eine Stunde Wartezeit hatten. Die haben wir uns ziemlich kurzweilig mit einem Informationsvideo im Besucherzentrum vertrieben.

Hier durfte man noch fotografieren, in den Gräbern ist es verboten. Ich wollte das unauffällig umgehen, indem ich das iPhone hochkant in meine Hemdtasche steckte und als Videokamera nutzen wollte. Tja, die untere Bildhälfte (wo das Interessante ist) wird durchs Hemd verdeckt. 😩

Beispielbild 😂

Ein guter Spion werde ich nicht mehr. 😇

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Unsere Führerin hat zuerst bulgarisch, dann englisch erklärt und wir konnten gut folgen. Ich habe für euch ein paar Fotos im Internet zusammengeklaubt, damit ihr einen Eindruck bekommt.

Die Gräber gehören zu einem von mehreren Gräberfeldern rund um die frühere Hauptstadt und ganz viele sind mangels Geld und Zeit noch nicht geöffnet worden. Da wäre ich ja viel zu neugierig…

Wir wollten uns dann die Reste der Stadt ansehen, aber wir waren vorgewarnt – ein paar kniehohe Mauerreste und ganz viel Wiese!

Ein dritter Bestandteil war dann eine muslimisch-alevitische Kultstätte auf den (sichtbaren) Resten eines thrakischen Tempels an einer Quelle, der natürlich besondere Heilkräfte zugeschrieben werden. Als Karin die Treppen runter ins Tal gesehen hat, wollte sie lieber am Auto warten. 😂

Ich dagegen wollte mir das unbedingt ansehen, denn die Chancen auf einen weiteren Besuch hier schätze ich nicht hoch ein.

Ich habe auch noch ein paar Fotos von der heiligen Stätte, aber die sind oben auf dem Rechner, während ich hier unten am Strand bin. Die füge ich später noch ein. (Update: Sind eingefügt.)


Insgesamt ein wirklich lohnender Ausflug. Nächstes Jahr werden wir bestimmt nochmal so etwas unternehmen.


Es gibt übrigens wieder selbstgemachte Feigenmarmelade von Nachbars Baum. Die ganzen Früchte um uns herum waren dieses Jahr gar nicht, kaum oder sehr spät da. Aber auch die Feigen gibt es erst seit ein paar Tage. Letztes Jahr waren da schon drei Ernten durch.


Wir fangen langsam an, vom Strandleben für dieses Jahr Abschied zu nehmen. Maja hatte jetzt schon ein paar Mal zu, die Liegen verschwinden und der Wind wird kühler. Ach ja – wir werden auch weg sein. 😎

Ganz zum Schluss noch ein paar Cartoons:

Wir freuen uns über Kommentare