Nachmittags um 15:15 Uhr am Strand von Kabakum mit mildem Wind unter dem Sonnenschirm bei 31° – sehr angenehm. Vor allem, weil ich mich jetzt etwas sauber fühle, denn seit gestern (!) Morgen gibt’s kein Wasser. Die blöden Straßenbauarbeiten… 🤬

Also wieder alle Wasservorräte für die Toilettenspülung verbraucht, mit Sprudelwasser die Zähne und den Rest im Meer geputzt. 😎

Unterwegs haben wir natürlich die ganzen Behälter wieder an der Quelle aufgefüllt. ⛲️

Laut Simonas Informationen soll es aber heute Nachmittag wieder laufen. (Update, stimmt!)


Anfangen möchte ich mit meinem Videoschnitt im neuen Programm. Wie so oft kam das große „Boing“ erst ganz am Ende.🤯

Der dritte Tag der Motorradtour war eher kurz, denn ich hatte bei der Planung die Wahl, mit einer langen Etappe einen Tag (und einmal Übernachtungskosten) zu sparen, aber evtl. aufgrund schlechter Straßen oder Verkehrsverhältnissen sehr spät im Quartier anzukommen oder zwei kurze Abschnitte zu planen. Rückblickend war das eine gute Entscheidung, denn Tag zwei war sehr warm (deswegen anstrengend) und kurz nach der Ankunft am Hotel begann ein Sommergewitter, das mich bis auf die Knochen durchnässt hätte, wenn ich weitergefahren wäre.

Und auch am dritten Tag habe ich mit der Actioncam gekämpft. Mal habe ich zu lange nichts aufgenommen und sowohl Armband als auch Kamera waren deswegen im Schlafmodus, dann wieder war nur die Kamera weg, weswegen ich aber einmal mehr auf die Fernbedienung hätte tippen müssen – einmal zum Aufwecken der Kamera, dann zum Start. 🤮

Wegen der starken Sonneneinstrahlung ließ sich darüberhinaus auch nicht immer genau erkennen, ob jetzt eine Aufnahme lief oder nicht. Ihr erkennt daran vielleicht, dass ich wieder auf den normalen Aufnahmemodus umgestellt hatte.

Zur Erinnerung:

Tag 1 war mit Loop-Funktion, d. h. die Kamera läuft immer mit und wenn was Interessantes zu sehen war, drückt man den Aufnahmeknopf und die letzten 5 (oder 10/20/30) Minuten werden gespeichert. Das hat geklappt, nur wurden dabei nicht die Zusatzinformationen vom Armband mitgespeichert. 😩

Tag 2 ließ ich die Kamera immer für etwa 20 Minuten laufen, wenn ich der Meinung war, es könne etwas Sehenswertes kommen. Da konnte das Armband also seine Zusatzinformationen über Wegstrecke, Geschwindigkeit etc. liefern, nur wurden die Dateien so groß, dass der zwingend notwendige Transfer aufs iPhone meinen vorhandenen Speicher gesprengt hat. 🤯🤯🤯

Mal eben am Abend Videos schneiden war also nichts.

Am dritten und den folgenden Tagen wurden also wieder kürzere Stücke aufgenommen, was dazu führte, dass ich zuhause ein ziemliches Durcheinander von schon (übers iPhone) geladenen und noch auf der Speicherkarte befindlichen Videos hatte.

Zuhause am Mac musste ich trotzdem immer warten, bis das iPhone eine große Datei (die 20 Minuten-Videos) bearbeitet UND dann in die Cloud hochgeladen hatte. DANN wurde nämlich erst wieder so viel Speicher frei, dass das nächste Video…

Als wäre das nicht genug, hatten die auf diese Weise bearbeiteten Videos einen ganz anderen Zeitstempel und waren an völlig falschen Stellen einsortiert.

Aaaaaaaaah!

Ich durfte dann also in meiner Erinnerung kramen und versuchen, sie in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Irgendwann habe ich aber noch den internen Zeitstempel der Kamera gefunden, der auch bei den später bearbeiteten Videos verborgen dabei war. Danach ging es besser.

Also wieder Lehrgeld in Form verschwendeter Lebenszeit gezahlt. 😤

Jetzt also der Schnitt mit DaVinci Resolve. Ich habe ja schon erwähnt, dass es sich um ein echtes Profi-Programm handelt. Ursprünglich für reine Farbkorrektur entworfen, wuchs eine komplette Videobearbeitung drumherum.

Ein unglaublich cooles Feature muss ich euch erzählen. Stellt euch vor, ihr filmt ein Interview und müsst das auf eine bestimmte Länge kürzen. Ihr ladet das komplette Interview in das Programm und jetzt kommt’s: Das Programm liefert euch automatisch eine Mitschrift des Gesprochenen! Aber das ist nicht alles: Ihr kürzt jetzt DEN TEXT und das Programm schneidet das Video exakt passend zum Text!

Also alles, was Otto Normalmichael braucht, ist kostenlos, während solche Supertricks, wie oben beschrieben, Geld kosten.

Nachdem ich mich also durch YouTube Videos im Vorhinein etwas informiert hatte, kam das erste Problem: Ich konnte die Videos nicht aus Apples Fotoprogramm (wo sie standardmäßig landen) in DaVinci ziehen, sondern musste sie von dort wieder in einem extra Ordner ablegen, um darauf zugreifen zu können.

Wie oft ich YouTube noch zu Rate ziehen musste, weil die seit Jahren mit iMovie eingeübten Vorgänge hier anders funktionieren…

Natürlich geht alles, was ich bisher gemacht habe, auch hier, aber weil jede Aktion mehr Variablen hat, muss man häufig eine eigene Schaltfläche aktivieren, wo bei iMovie einfaches Draufziehen reichte. Ein Beispiel sind stinknormale Übergänge zwischen Clips. Bei iMovie wählt man den Übergang aus der Auswahl, zieht ihn auf die Naht zwischen den Clips und zack! Hier weigerte sich das neue Programm ab und zu. Die Auflösung: iMovie nimmt sich einfach von beiden Clips ein Stück weg und nutzt die für den Effekt. DaVinci möchte aber sicherstellen, dass ich weiß, wieviel von dem Clip weggenommen wird und was zu sehen bleibt und weigert sich, das zu machen, wenn einer der beiden Clips genau da endet oder beginnt. Ich musste also sozusagen die Erlaubnis erteilen, etwas wegzunehmen oder selber ein Stück vom Clip kürzen.

Bis ich dahinter kam…


Einschub

Nach fast einer Stunde am Blog sind wir Richtung Post und Lidl aufgebrochen. Die Post hat heute Nachmittag aus unerfindlichen Gründen zu (?!?), aber Lidl hat geöffnet.

Seht ihr uns winken?

Anschließend auf ein Bier zu Maja und jetzt wird in der Abendsonne auf dem Balkon weitergeschrieben.


Zurück im Fließtext

Es gab noch ein paar andere Stolpersteine, beispielsweise als ich versucht habe, Musik zu unterlegen. Plötzlich wollte ein Song partout nicht in die Spur, in die ich ihn haben wollte. Fragt mich nicht, wie ich es letztlich hinbekommen habe – ich weiß es nicht mehr!

Dann hatte ich herausgefunden, wie man Bewegungen im Bild anlegt, also langsam Einzoomen oder so. Was ich nicht fand, war die Einstellung, wie das sanft beginnt und endet. Dann hatte ich das raus, aber am nächsten Tag fand ich das passende Einstellungsfenster nicht mehr wieder.

Natürlich ist es einfach zu finden – wenn man weiß wo!

Jetzt der Klopper: Einer der Gründe für das Experiment mit einem neuen Schnittprogramm war, dass die Aufnahmen mit 50 Bildern/sek von iMovie beim Exportieren auf 25 heruntergerechnet werden.

Nur zur Information: Klassisches Kino hat 24, moderne Videos werden oft mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen/abgespielt. Das Auge von Normalmenschen nimmt den Unterschied im TV kaum war, aber auf Monitoren (oder Tablets etc.) können die höheren Wiederholraten für einen flüssigeren Bewegungseindruck sorgen.

Moderne Smartphones nehmen Videos dagegen standardmäßig mit 30 oder 60 Bildern auf. Das führt in unseren Breiten aber leider oft dazu, das Lichter flackern, denn unser Strom hat 50 Hertz als Frequenz.

Auch deswegen hatte ich 50 fps eingestellt, was natürlich auch doppelt so viel Speicherplatz braucht und entsprechende Problem bei der Bearbeitung im iPhone bereitet hat.

Ich bin also zu meiner Zufriedenheit mit dem Schnitt fertig und exportiere – in 24 Bildern/sek!

Aaaaaah

Das ist noch schlimmer als nur eine Halbierung von 50 auf 25, denn es gibt so keinen sauberen Teiler und das Ergebnis muss vom Rechner geschummelt werden. Mit der Folge, dass es kleine Ruckler gibt, wenn ein zusätzliches Bild eingeschoben wird, um den Zeittakt zu halten.

Was ich auf die harte Tour lernen musste, war die Tatsache, dass mein Einsteigerprogramm die Bildrate des ersten Clips automatisch übernimmt, das Profiprogramm aber eine explizite Voreinstellung erwartet und sich das NICHT nachträglich ändern lässt. 😩🤬😡🤯

Mal sehen, wie der nächste Versuch wird und was ich da für Fehler neu mache oder wiederhole.


Gleichzeitig mit dem Videoprojekt habe ich auch meinen alten iMac für Kiril vorbereitet: Einen neuen Benutzer angelegt und meine Daten gelöscht, Programme aussortiert, die er niemals brauchen wird (und die ich teilweise auch nur aus Sammelwut auf dem Rechner hatte), Voreinstellungen angepasst und ein paar Tipps für den Gebrauch des Trackpads aufgeschrieben und gespeichert.

Er wollte sich erst darum kümmern, wenn seine Kinder wieder weggefahren wären.

Die sind mittlerweile zurück, bis auf eine große Tochter, die hier ihr Medizinstudium begonnen hat.

Diese war vor etwa zwei Wochen nachmittags hier und Kiril bat mich, dazuzukommen.

Sie hatte auf seinen Wunsch hin einen Briefkopf (mit ChatGPT) für seine neugegründete Consulting-Firma erstellt. Wer es nicht weiß, ChatGPT ist eine dieser Künstlichen Intelligenzen, die man alles fragen kann.

Wie manche von euch wissen, war ein Teil meiner Aufgaben in der Gemeinde die Öffentlichkeitsarbeit, d. h. ich habe endlos viele Handzettel, Plakate, Arbeitsblätter und Artikel verfasst und gestaltet. Ich werde mich hier nicht mit Profis vergleichen, die das gelernt haben, aber meine Ergebnisse konnten sich in der Regel sehen lassen.

Der Entwurf von ChatGPT war „nett“ und der Ausdruck war „schwach“. Das hatten beide schon selbst erkannt und wollten meine Meinung hören.

Ergebnis: Ich habe angeboten, das zu überarbeiten.

Aber jetzt kommt der Knackpunkt. Es sollten nicht nur ein Brief-Layout, sondern auch angepasste Rechnungsvordrucke gestaltet werden, alles auf dem neuen/alten iMac laufen und nichts kosten. Tja, da fällt Word schon aus.

Außerdem wäre es schön, wenn man trotzdem mobil damit arbeiten könnte – vielleicht auf dem alten iPad?!

Also eine Cloudanbindung – mit zwei alten Geräten ohne professionelle Software…

Sollte aber machbar sein.

Ist es auch!

Wenn man -wie ich- kein Profi ist, bedeutet das Erstellen eines selbstgemachten Layouts viel Feinjustierung, damit Linien, Größen und Proportionen stimmen.

Bloß um nach Tagen festzustellen, dass die benutzte Schrift auf dem iPad nicht zur Verfügung steht! 🤯

Also alle Vorlagen erneut überarbeitet und zig Mal durchkorrigiert, dann auf dem iPad geöffnet und festgestellt, dass ich doch besser alles auf den Seitenhintergrund „klebe“, damit niemand versehentlich die Elemente anklickt und verschiebt.

Zwischen Kirils iMac und dem iPad bei mir im Zimmer klappt nun die Nutzung eines Dokuments über die Cloud problemlos, aaaaber nicht mit seinem iPhone. Durch tausende von Fotos herrscht nämlich akute Speicherknappheit in dem von Apple bereitgestellten Cloudspeicher.

JETZT KOMMT EIN SUPER TIPP FÜR ALLE MAC/iPHONE-NUTZER MIT ÜBERQUELLENDEM FOTOARCHIV

Also nehme ich mir jeden Tag den iMac vor, sehe nach, wie viele Fotos wieder in die Cloud geladen wurden und schiebe die von dort in ein geteiltes Album und lösche die anschließend aus Apple Fotos. Man verliert dabei zwar etwas an Bildgröße und die Ortsinformationen, aber dafür werden die alle (auch tausende von Bildern!) nicht auf die 5GB Gratis-Cloudspeicher angerechnet!

Natürlich ging das nicht so am Stück, wie ich das jetzt nacherzähle, ziemlich oft bin ich morgens mit einer neuen, besseren Idee aufgewacht, wie es anders ginge.

Ich sag mal so: Einige Stunden hat mich das schon gekostet.

Und Visitenkarten bitte auch noch!

Klar 😂 !

Damit verbringen manche Pensionäre also ihre Tage.


Was sonst noch erzählenswert war, kommt im nächsten EDV-freien Beitrag.

Etwas zum Schmunzeln hänge ich aber an:

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