Wir hatten ja kein anderes Ziel, als die noch verdeckten Stellen meiner Landkarte abzufahren, deswegen mussten wir zuerst noch etwas Richtung Westen fahren.

Natürlich haben wir uns von den netten (Nicht)Vermietern morgens noch verabschiedet. Die mussten wegen familiärer Dinge vor uns weg, also haben wir gemütlich gefrühstückt, die Kätzchen genossen und hinter uns abgeschlossen.

Katzen frühstücken auch.

Die Hauptstraße führte leider nicht mehr direkt an der Donau vorbei, aber ein letztes Mal wollte Karin den tollen Anblick genießen. Also schnell auf der Karte eine Zufahrt gesucht und los. Was soll ich euch über die Qualität der kilometerlangen Zufahrt sagen?

Seht selbst:

Aber wie immer, wenn in Bulgarien so etwas wie ein Weg existiert, wird er von irgendwem auch benutzt. Diesmal befand sich eine Ansammlung von (wahrscheinlich zeitweise?!) verlassenen Fischerunterkünften am Ende des Weges.

Und es gab natürlich wieder eine schöne Sicht auf den Fluss.

Karin fand das Geruckel überhaupt nicht lustig, war ihr irgendwie zu früh am Tag – lohnend fand sie es im Nachhinein aber doch. 😎

Auf dem Rückweg „mussten“ wir etwas Zickzack fahren, um alle Orte zu erreichen, die noch fehlten, um wirklich die allerletzten Stellen der Karte abkratzen zu können.

Da fällt mir ein, dass ich das noch nicht gemacht habe.😢

Ein einziges Zwischenziel hatte ich bei der Planung vorgesehen: Ein thrakisches Königsgrab!

Wie ihr wisst, wird hier selbst importierte Currywurst als „thrakisch“ angeboten – nein, Spaaaaß. Das haben wir bis jetzt noch nirgends gesehen.

Aber man weiß nie genau, welche Ausmaße die Sehenswürdigkeit hat, bevor sie vor einem auftaucht.

Falls sie auftaucht!

Falls sie erreichbar ist!

😀😆😅😂🤣

Aber siehe da, es gab an der Hauptstraße ein Hinweisschild, eine asphaltierte Nebenstraße und erneut Hinweisschilder. Das versprach eine ECHTE Sehenswürdigkeit.

Und tatsächlich: Nicht nur EIN Königsgrab, sondern zusätzlich einige Nebengräber und ein schickes Besucherzentrum mit Toilette (Karin hat sie ausprobiert).

ABER ES WAR GESCHLOSSEN!

In den Ferien! An einem Dienstag!

Ein alter Mann (wohl Security) meinte, morgen sei aber wieder geöffnet. 🤪🌞😡😤🤬

Triggerwarnung (macht man ja heute😵‍💫)!

Was ein Kack!

So, geht weiter im Text, und am Dienstag ging es frustriert weiter Richtung Warna.

Immerhin gab es noch ein paar nette Eindrücke, die Karin aus dem Auto heraus eingefangen hat.


Was gibt es seitdem zu erzählen?

Karin lebt!

Zumindest hat sie das jetzt schriftlich – vom deutschen Honorarkonsul in Warna. Wir wussten natürlich nicht, dass es sowas hier gibt, aber Heinz und Eckhardt konnten uns wie so oft den Tipp geben.

Da war sie gestern nach telefonischer Anmeldung und ließ sich eine Lebensbescheinigung für ihren Rentenantrag beglaubigen. Die wurde dann heute morgen mit etwas Gefummel online verschickt.

Jaja, Deutschland wird allmählich digitalisiert!

Nebenbei haben wir beide unsere Arztrechnungen zusammengestellt und eingereicht. 🤮

Wer so etwas mag, muss ein Buchhalter-Gen mehr haben als wir. 😂


Außerdem waren wir wieder essen mit Heinz und Eckhardt, diesmal erweitert um Daniel und Lea. Ein wirklich nettes Restaurant:

Unser Essen fand am 12.8. statt undead war das Besondere an diesem Datum?

Richtig! Die Perseiden hatten ihren Höhepunkt!

Also konnten wir ohne Verrenkungen zuerst gemütlich Essen gehen und anschließend im Dunkeln auf den Bergrücken über dem Naturschutzgebiet fahren, um uns dort -mal wieder- die Augen nach Sternschnuppen auszugucken.

Treue Leser kennen meine „erfolgsverwöhnten“ astronomischen Exkursionen.

Aber für Daniel und Lea war das trotz meiner ehrlichen Schilderungen der erfolglosen Beobachtungsnächte interessant genug, dass sie uns hinterherfuhren. Also haben wir zu viert gestarrt und immerhin alle zusammengerechnet insgesamt 5!!! Sternschnuppen gesehen. 😂

Dann war der Mond zu weit oben und wir haben Schluss gemacht.


Natürlich sind wir auch regelmäßig (aber nicht täglich) am Strand. Bei durchgängigen 30° und mehr ist es einfach toll, diese Möglichkeit vor der Tür zu haben. Auswanderer müsste man sein…

Es klingt übrigens wärmer als es sich anfühlt, weil wir bis auf ganz wenige Tage immer leichten oder sogar starken Wind haben. Was uns dieses Jahr allerdings auffällt, ist der starke Wellengang: Pro Woche gibt es 3-5 Tage mit gelber oder roter Flagge. So hatten wir das aus den letzten Jahren nicht in Erinnerung. Dabei wäre das Wasser warm genug, um mit einem Getränk stundenlang dumm im Meer rumstehen zu können. So kämpft man mehr um sicheren Stand.

Und wenn Wellen, dann ist es verboten, mit Brettern ins Wasser zu gehen, also fahre ich meins schon den ganzen Sommer nutzlos durch die Gegend. Aber ich wäre vorbereitet…


Heute Abend gibt es bei uns übrigens wieder besonders leckeres Essen, nämlich Schweinefilet mit geschmorten Zwiebeln und Champignons und dazu frische Pommes Frites. 😋

Und Karin möchte keine Hilfe von mir, also sitze ich jetzt wieder in der Abendsonne und schreibe diesen Beitrag zu Ende.


Was wäre ein Blog-Beitrag ganz ohne Computerkram? Gestern Abend habe ich mir einige Lehrvideos zum nächsten (und hoffentlich letzten) Schnittprogramm angesehen. Es fehlen ja noch die letzten beiden Tage der Motorradtour, also die, an denen ich noch dabei war und filmen konnte. 😢😪😭

Das Programm heißt DaVinci Resolve, gibt es jetzt schon in Version 20 (also ausgereift) und ist in weitem Umfang gratis zu nutzen. Die Vollversion wird sogar für Hollywoodfilme genutzt.

Soweit ich es bisher verstanden habe, sind die Grundfunktionen ähnlich wie bei iMovie von Apple, aber jede darüber hinausgehende Idee, die mir in den Sinn kommen würde, könnte ich mit dem Programm verwirklichen. Aber keine Sorge, mit den Details verschone ich euch – für heute! 😎


Heute möchten wir ganz besonders die gesundheitlich Angeschlagenen unter euch grüßen und gute Besserung wünschen.

Allen anderen wünschen wir Freude und Dankbarkeit, weil ihr nicht in der Situation seid.


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