Ich sitze auf dem Balkon meines Zimmers in einem kleinen Bergort der -laut Wikipedia- ärmsten Region Albaniens.

Genau auf der 3

Aber natürlich fange ich nicht hinten mit dem Erzählen an.

Im letzten Beitrag ging es gefühlt nur um mich, mich, mich. Was machte eigentlich die mir Angetraute?

Sie war mit ihrer zweiten Sommerbeschäftigung zugange. Aus allen Ecken verlassener Grundstücke wurde weggeschnitten, was nicht freiwillig vorher verdorrt war. Sehr schön und sehr vergänglich.

Nicht so schön fand ich die untergemischten Lebewesen. Hier mal eins, dass es gleich zweimal bis in die Wohnung geschafft hat.

Aber auch legale Pflanzen bekommen eine Chance. Karin will eine(!) Tomate und einen(!) Blattsalat großziehen.

Ich dagegen setzte die unendliche Schnittlauchgeschichte mit zwei neuen Sorten fort.

Natürlich mussten wir auch unserer eigentlichen Sommerbeschäftigung nachgehen. Nix tun – und das am Strand.


Aber das gibt ein völlig falsches Bild. So musste Karin ernsthaft ganz früh morgens mit der Rentenstelle telefonieren. Tatsächlich war sie für den Rentenbeginn am 1.10. fast zu spät dran, denn der dreimonatige Vorlauf startet erst nach der Antragstellung. Für die braucht es aber einen Termin – der normalerweise erst in 2-3 Monaten wäre. Doch o Wunder: Am nächsten Morgen gab es kurzfristig eine Lücke, die der angehenden Rentnerin für die Antragstellung zugeteilt wurde.


Letzten Montag haben wir dann Heinz und Eckhardt zum Essen in ein Lokal 40 min außerhalb entführt, das wir voriges Jahr mal entdeckt hatten. Sehr schöner Abend, sehr leckeres Essen, sehr gefräßige Mücken. 🤪

Dann vor der Abfahrt nur noch eben zum dritten Baumarkt wegen des Türschlosses und diesmal mutig ein ähnliches gekauft, weil es auch hier kein identisches gab. Und tatsächlich, mit etwas Fummelei und zwei neugebohrten Löchern kann Peter jetzt die Tür hinter sich zumachen.

Sie schließt jetzt besser als vorher!

Und dann ging’s los. Alles gepackt und mehrmals überprüft, keine Rückenbeschwerden mehr, Abfahrt!

Ich kann Wärme ziemlich gut vertragen, aber pünktlich zur Abfahrt bricht hier der Sommer aus. 36° im Schatten, aber ich war in der platten Ebene auf der Autobahn unterwegs – ohne Schatten.

Um möglichst viele Kilometer zu schaffen, habe ich in Bulgarien so viel Autobahn genutzt, wie möglich. Konkret bedeutet das: Von Warna bis Schumen etwas über 1 Stunde, dann über schöne kurvige Straßen das Balkangebirge durchquert, um auf der Autobahn von Burgas nach Sofia etwa zweieinhalb Stunden weiter zu fahren.

Wenn man alles wunderbar vorbereitet, also auch Getränke in den Kühlschrank legt, sollte man diese auch mitnehmen. Meine Saftflaschen lagen also noch im Kühlschrank, während ich schon mehrere Liter ausgeschwitzt hatte. Da musste dann ein kleiner Dorfladen in den Bergen herhalten.

Danach noch etwa 1 Stunde schöne Landstraßen bis zu meinem Ziel, einem kleinen Bergort in einer Wintersportgegend.

Die nächste Etappe sollte mich nach Skopje bringen. Was soll ich sagen: Zum ersten Mal habe ich es erlebt, dass die Straße auf der bulgarischen Seite der Grenze besser war als auf den anderen!

Eine fantastische, perfekt asphaltierte Straße hoch in die Berge nach Nordmazedonien.


Der nächste Morgen begann bei mir so:

Bei Karin so:

Sie hatte nämlich mikroskopisch kleines Ungeziefer unten im Eckschrank entdeckt, dem sie irgendwie den Garaus machen musste.

Sie war wohl erfolgreich!

Ich bin derweil durch sehr schöne und teilweise sehr abgemalte Gegenden Richtung Skopje geschaukelt, wo ich dank der geänderten Zeitzone recht früh ankam.

Unterwegs habe ich mir keine Zeit für (Foto)Pausen genommen, aber an den Reis(!)feldern musste ich doch kurz halten. Ehrlicherweise auch, um meine Videoelektronik zu entwirren. 😎

Ich musste feststellen, dass das kleine Hotel, in dem ich untergekommen war, weder Bar noch Restaurant hatte. Also duschen und los, etwas zu trinken zu finden. Später wollte ich entweder etwas einkaufen oder mir ein Lokal fürs Abendessen suchen.

Da wurde dann nichts draus, denn ein mächtiges Wärmegewitter donnerte los.

Leider die Blitze verpasst

Am Ende bin ich im Supermarkt bei belegten Brötchen schwach geworden. Bis ich damit (ziemlich nass) zurück war, hatte sich das Gewitter verzogen und ich konnte draußen essen.


Jetzt müsste ich mit HEUTE weitermachen, aber es wird mir zu spät. Morgen fahre ich von diesem Hotel den Beiden entgegen und wir übernachten noch einmal hier, um dann übermorgen über Südalbanien Richtung Schwarzes Meer zu knattern.

Also werde ich in den nächsten Tagen weiterschreiben und hoffentlich nichts auslassen.

Die Erlebnisse mit der Technik erspare ich euch heute auch, wahrscheinlich mache ich daraus eher eine Sonderausgabe, die kann dann jeder überspringen, den das nicht interessiert.

Euch allen wünschen wir einen gesegneten Sonntag!

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